FEIER die TAGE

Schön, wenn man das Leben feiern kann. Die Feiertage verraten, wie’s geht, denn sie feiern einmal pro Jahr das gesamte Leben durch: Von der Geburt an Weihnachten über den Neuanfang an Ostern bis zur Hoffnung, die über den Tod hinausgeht, am Ewigkeitssonntag.

 

Mein neues Buch „FEIER die TAGE. Das kleine Handbuch der christlichen Feste“ macht auf unterhaltsame Weise Lust, der Kunst des Feierns nachzuspüren. Frisch erschienen!

 

Pressestimmen

Belletristik

Bonhoeffers große Liebe. Die unerhörte Geschichte der Maria von Wedemeyer. Leipzig 2017

Die Frau, die so gerne wollte, dass der Roman anders ausgeht. Asslar 2016

Wenn Engel lachen. Die unverhoffte Liebesgeschichte der Katharina von Bora. Frankfurt 2015

Als Johannes seinen Kopf verlor. Frankfurt 2015

Wenn du geschwiegen hättest, Petrus. Überarbeitete Reden überarbeiteter Männer. Frankfurt 2014

Die Tochter des Verräters. Roman. Giessen 2013

2017. Die neue Reformation. Roman. Asslar 2012

Am Anfang war der Mord. Krimi. (Hrg.) Giessen 2012

Der Duft des Himmels. Roman. Asslar 2011 (mit Martin Schultheiß)

Hannibal Mayer. Der Zug der Elefanten. Ein wahres Abenteuer. Moers 2008

Die erste Ölung. Fantastische Geschichten. Moers 2006 (nominiert für 3 Literaturpreise)

Zurück. Roman. Asslar 2005 (ausgezeichnet mit dem „Deutschen Science Fiction Preis“)

Bube, Dame, König Roman. Moers 2005

Das Paradies auf Erden … und andere Liebesgeschichten (Hrg.) Asslar 1996

Der Himmel auf Erden. Beflügelnde Engelgeschichten (Hrg.) Asslar 1995

 

Kabarettistisches

Wo Glaube ist, da ist auch Lachen. Leipzig 2016

Super, Mann! Briefe an all die Mannsbilder in uns. Moers 2013

Nestbautrieb. Die schaurig-schönste Zeit des Lebens. Gütersloh 2010

Sag einfach Ja! Der schaurig-schönste Tag des Lebens. Gütersloh 2009

 

Heitere Sachbücher

Zum Hochzeitstag. Gütersloh 2014

Glücksgefühle. Eine kleine Anleitung zum Glücklichsein. Lüdenscheid 2002

So ein Theater. Eine Einführung in die Kunst, bewegend(e) Geschichten zu erzählen. Wiesbaden 1997

Die Kunst des Schenkens. Von der Lust, Freude zu bereiten. Frankfurt 1997

 

Theologisches

FEIER die TAGE. Das kleine Handbuch der christlichen Feste. Leipzig 2018

Segen! Eine kleine Gebrauchsanleitung. Leipzig 2017

Lauter besondere Tage. 365 kurzweilige Lebensimpulse. Wesel 2017

Luther für Eilige. Seine wichtigsten Werke kurz und knackig. Leipzig 2016

Gott für Neugierige. Das kleine Handbuch himmlischer Fragen. Leipzig 2016

Expedition zur FREIHEIT. In 40 Tagen durch die Reformation. Glashütten 2016 (mit Klaus Douglass)

Bibel für Neugierige. Das kleine Handbuch göttlicher Geschichten. Leipzig 2014

Kirchengeschichten für Neugierige. Das kleine Handbuch großer Ereignisse. Leipzig 2013

Luther für Neugierige. Das kleine Handbuch des evangelischen Glaubens. Leipzig 2011

Moment mal. 365 Radio-aktive Andachten. Moers 2010

Predigen als Erlebnis. Eine Homiletik für das 21. Jahrhundert. Neukirchen 2009

Glauben ist ganz einfach – wenn man nicht muss. Anregungen für eine leidenschaftliche Spiritualität. Moers 2012 (mit Martin Schultheiß)

Expedition zum ICH. In 40 Tagen durch die Bibel. Glashütten 2006 (mit Klaus Douglass)

Das 1×1 der Emerging Church. Ideen für die Kirche der Zukunft. Glashütten 2006

Wo der Apostel baden ging. Ein Reiseführer durch die Bibel. Stuttgart 2004

Halte Deine Träume fest. Wie ein selbstbewusster Umgang mit Fehlern und Grenzen das Leben verändert. Asslar 2000 (mit Klaus Douglass und Kai Scheunemann)

Die Sehnsucht leben. Gottesdienst neu entdeckt. München 1999 (mit Clemens Bittlinger)

Ein Traum von Kirche. Wie ein Gottesdienst für Kirchendistanzierte eine Gemeinde verändert. Asslar 1998 (mit Klaus Douglass und Kai Scheunemann)

Lebe Deinen Traum. Wie eine klare Vision den Alltag verändert. Asslar 1998 (mit Klaus Douglass und Kai Scheunemann)

Veröffentlichungen

Belletristik

Fabelhaft. 17 1/2 verheißungsvolle Kurzgeschichten. Gießen 2021

Immer dem Stern hinterher. 24+2 heitere Weihnachtsgeschichten. Gießen 2019

Drei Leben. Roman. Leipzig 2019

Bonhoeffers große Liebe. Die unerhörte Geschichte der Maria von Wedemeyer. Leipzig 2017

Die Frau, die so gerne wollte, dass der Roman anders ausgeht. Asslar 2016

Wenn Engel lachen. Die unverhoffte Liebesgeschichte der Katharina von Bora. Frankfurt 2015

Als Johannes seinen Kopf verlor. Frankfurt 2015

Wenn du geschwiegen hättest, Petrus. Überarbeitete Reden überarbeiteter Männer. Frankfurt 2014

Die Tochter des Verräters. Roman. Giessen 2013

2017. Die neue Reformation. Roman. Asslar 2012

Am Anfang war der Mord. Krimi. (Hrg.) Giessen 2012

Der Duft des Himmels. Roman. Asslar 2011 (mit Martin Schultheiß)

Hannibal Mayer. Der Zug der Elefanten. Ein wahres Abenteuer. Moers 2008

Die erste Ölung. Fantastische Geschichten. Moers 2006 (nominiert für 3 Literaturpreise)

Zurück. Roman. Asslar 2005 (ausgezeichnet mit dem „Deutschen Science Fiction Preis“)

Bube, Dame, König. Roman. Moers 2005

Das Paradies auf Erden … und andere Liebesgeschichten (Hrg.) Asslar 1996

Der Himmel auf Erden. Beflügelnde Engelgeschichten (Hrg.) Asslar 1995

Kabarettistisches

Wo Glaube ist, da ist auch Lachen. Leipzig 2016

Super, Mann! Briefe an all die Mannsbilder in uns. Moers 2013

Nestbautrieb. Die schaurig-schönste Zeit des Lebens. Gütersloh 2010

Sag einfach Ja! Der schaurig-schönste Tag des Lebens. Gütersloh 2009

Heitere Sachbücher

Hier stehe ich. Ich kann nicht anders! 25 Menschen, die die Welt verändern. Wetzlar 2021

100 Dinge, die du NACH dem Tod auf keinen Fall verpassen solltest. Altenberg 2019

Zum Hochzeitstag. Gütersloh 2014

Glücksgefühle. Eine kleine Anleitung zum Glücklichsein. Lüdenscheid 2002

So ein Theater. Eine Einführung in die Kunst, bewegend(e) Geschichten zu erzählen. Wiesbaden 1997

Die Kunst des Schenkens. Von der Lust, Freude zu bereiten. Frankfurt 1997

Theologisches

Der evangelische Patient. Die Kirche: eine Heilungsgeschichte. Leipzig 2021

Zehn Gebote für Neugierige. Das kleine Handbuch kluger Entscheidungen. Leipzig 2019

FEIER die TAGE. Das kleine Handbuch der christlichen Feste. Leipzig 2018

Segen! Eine kleine Gebrauchsanleitung. Leipzig 2017

Lauter besondere Tage. 365 kurzweilige Lebensimpulse. Wesel 2017

Luther für Eilige. Seine wichtigsten Werke kurz und knackig. Leipzig 2016

Gott für Neugierige. Das kleine Handbuch himmlischer Fragen. Leipzig 2016

Expedition zur FREIHEIT. In 40 Tagen durch die Reformation. Glashütten 2016 (mit Klaus Douglass)

Bibel für Neugierige. Das kleine Handbuch göttlicher Geschichten. Leipzig 2014

Kirchengeschichten für Neugierige. Das kleine Handbuch großer Ereignisse. Leipzig 2013

Luther für Neugierige. Das kleine Handbuch des evangelischen Glaubens. Leipzig 2011

Moment mal. 365 Radio-aktive Andachten. Moers 2010

Predigen als Erlebnis. Eine Homiletik für das 21. Jahrhundert. Neukirchen 2009

Glauben ist ganz einfach – wenn man nicht muss. Anregungen für eine leidenschaftliche Spiritualität. Moers 2012 (mit Martin Schultheiß)

Expedition zum ICH. In 40 Tagen durch die Bibel. Glashütten 2006 (mit Klaus Douglass)

Das 1×1 der Emerging Church. Ideen für die Kirche der Zukunft. Glashütten 2006

Wo der Apostel baden ging. Ein Reiseführer durch die Bibel. Stuttgart 2004

Halte Deine Träume fest. Wie ein selbstbewusster Umgang mit Fehlern und Grenzen das Leben verändert. Asslar 2000 (mit Klaus Douglass und Kai Scheunemann)

Die Sehnsucht leben. Gottesdienst neu entdeckt. München 1999 (mit Clemens Bittlinger)

Ein Traum von Kirche. Wie ein Gottesdienst für Kirchendistanzierte eine Gemeinde verändert. Asslar 1998 (mit Klaus Douglass und Kai Scheunemann)

Lebe Deinen Traum. Wie eine klare Vision den Alltag verändert. Asslar 1998 (mit Klaus Douglass und Kai Scheunemann)

Persönliches

Ich liebe Geschichten. Und ich liebe es, Geschichten zu erzählen. In Romanen, als Kabarettist, auf der Theaterbühne, im Radio, auf der Kanzel – oder bei kreativen „Kommunikationsprojekten“, die ich seit 2018 mit einer Teilzeit-Stelle für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau entwickle.

Weil ich nach dem Abitur nicht sofort wusste, was aus mir werden soll, habe ich einfach alles studiert, was mich damals begeistert hat: Germanistik, Theologie, Film- und Theaterwissenschaften und Gesang. Und siehe da: Alles, was ich dabei gelernt habe, kann ich bis heute mit großer Leidenschaft beruflich nutzen.

Seit 2008 wohne und arbeite ich im schönen Vordertaunus – wo ich 7 Jahre lang richtig gerne Gemeindepfarrer war, bevor mich die Lust am (noch) kreativeren Arbeiten dann doch verführt hat, in die Öffentlichkeitsarbeit zu gehen. Meine Frau Miriam und unsere beiden Kinder können sich, zum Glück, genauso für Geschichten begeistern wie ich.

Neben den großen und kurzen Geschichten schreibe ich gerne Sachbücher, die das „Schwere leicht sagen“, also komplexe Themen auf unterhaltsame Weise vermitteln. Und natürlich genieße ich es besonders, Theologisch-Tiefgründiges so zu erläutern, dass man darüber gerne weiter nachdenkt. Ein echtes Vergnügen!

Luther für Eilige

Martin Luther hat mit seinen Worten die Welt verändert. Und weil nur einige Eingeweihte die Schriften Luthers studiert haben, lädt Fabian Vogt ein, die klugen Gedanken und Ideen des Reformators ganz neu zu entdecken. In seinem charmanten Büchlein „Luther für Eilige“ stellt er die 12 wichtigsten Schriften des Wittenberger Querdenkers auf unterhaltsame und mitreißende Art vor.

Von den 95 Thesen bis zur Rede vor dem Reichstag in Worms: Gespickt mit vielen Originalzitaten zeigt Fabian Vogt, warum diese Texte damals so ein unglaubliches Veränderungspotential in sich hatten und warum sie heute noch anregend sind. Ergänzt wird die Auswahl durch eine Einführung in die wichtigsten Lebensstationen Luthers und seine Schreiben. Kurz und knackig. Fröhlich und gut. Jetzt übrigens auch auf Englisch erschienen: „Luther on the fly“.

Vorträge

Fabian Vogt ist seit Jahren in ganz Deutschland als Referent unterwegs. Unter anderem zu diesen Themen:

Hinter jedem großen Mann steckt eine starke Frau 

Wie Katharina von Bora ihren Martin Luther auf Trab brachte.

Gottesdienst neu entdeckt

Eine kleine Motivationsschule für leidenschaftliche und bewegende Gemeindearbeit.

Predigen als Erlebnis

Von der Kunst, mitreißende Geschichten zu erzählen.

Das ist Glück!

Ein anregender Besuch in der Welt der Glücksforschung und ihren inspirierenden Anregungen.

 

Das 1. Kehrmaschinen-Ballett der Welt

Im Rahmen seiner Projektstelle für Kommunikation hat Fabian Vogt acht Kehrmaschinen zum Tanzen gebracht. Als Begleitaktion zu einer „Impulspost“ (einem Brief der Kirche an ihre Mitglieder) wurde das Thema „Wie man mit Dingen umgeht, die man lieber unter den Teppich kehrt“ in Gestalt eines Kurzfilms kreativ umgesetzt. In diesem Film kann man jetzt das 1. Kehrmaschinen-Ballett der Welt bewundern.

Drei Tage lang übten die Fahrer der Darmstädter Firma Ibel & Lotz die Choreographie, die später von einer eindrücklichen Geschichte umrahmt wurde. Neugierige können hier einen Blick auf „Die himmlischen Kehrscharen“ wagen:

https://youtu.be/OtwoMbJJbFM

Wenn Engel lachen

Weder die eigenwillige Katharina von Bora noch der ehrenwerte Professor Martin Luther hätten je gedacht, dass aus ihnen einmal ein Paar werden würde. Denn Katharina war unsterblich in einen Patriziersohn verliebt, während Luther ein Auge auf Katharinas Freundin Ava geworfen hatte. Beide sollten ein gutes Wort für den jeweils anderen einlegen.

Wie aus dieser Abmachung im Atelier von Lukas Cranach schließlich doch eines der berühmtesten Paare unserer Geschichte wird, erzählt Fabian Vogt in seinem neuen Roman höchst unterhaltsam. Und nimmt mit hinein in eine Liebe, in der sich die ganze Dynamik der Reformation widerspiegelt.

Lesevergnügen

Fabian Vogt

Papas Parfüm

Es duftet so nach … Papa.

Wie bitte! Das kann doch gar nicht sein.

Erstaunt starrte Paula den Nikolaus an. Moment mal. Der alte Mann mit dem schlohweißen Rauschebart, der rauen Stimme und dem roten Kapuzenmantel, der roch genauso wie Papa.

Ja, Paula war sich ganz sicher. Das war doch dieses neue Parfüm, das Mama ihm zum ersten Advent geschenkt hatte. „Hero“ hieß es.

Papa hatte beim Auspacken neckisch die Augenbrauen hochgezogen – „So so, ‚Hero‘“ – und Mama hatte sehr verschmitzt geguckt. Ein bisschen so, als sei sie frisch verliebt: „Na, das passt doch, mein … Hero, mein Held.“

Also so was. Das war doch … Da kam dieser … dieser komische Nikolaus einfach durch den Kamin, ging ins Bad und bediente sich vor der Bescherung heimlich an Papas neuem Parfüm. Was für eine Dreistigkeit!

Und eines war klar: Er hatte bestimmt nicht gefragt. Konnte er ja gar nicht. Denn Papa war noch im Büro. Mama hatte vorhin ganz traurig geklungen, als sie sich am Telefon verabschiedete. Sie hatte den Hörer aufgelegt und dann gesagt: „Och, wie schade. Du, Paula, Papa muss noch arbeiten, er kann leider nicht dabei sein, wenn der Nikolaus kommt. Wie blöd!“

Tja, und dann so was. Da nutzte dieser rote Heini die Gelegenheit, dass Papa nicht zuhause war, und benutzte verbotenerweise sein Parfüm. Obwohl das doch so teuer gewesen war. Ja, als Papa seine kleine Paula am ersten Advent aufgefordert hatte, den neuen Duft doch selbst mal auszuprobieren, hatte diese gleich fröhlich losgesprüht – Parfüm aufs Handgelenk, auf den Hals, auf die Füße, auf die Barbie, auf Ken – woraufhin Mama mahnend gerufen hatte: „Paula, nicht so viel. Es reicht. Da kostet jeder Tropfen ein kleines Vermögen. Das ist nur für Papa. Ab jetzt darf da keiner mehr ran. Verstanden?“

Ja, Paula hatte verstanden. Aber der hier nicht, der Nikolaus. Dieser … dieser Kleinkriminelle. Dieser Duft-Dieb. Der stand da ganz scheinheilig vor dem Kamin, holte Apfel und Nuss und Mandelkern aus seinem Jutesack und tat so als wäre nichts. Dabei war sein Frevel, sein Vergehen im ganzen Zimmer zu riechen.

So was … kleine Süßigkeiten verschenken und selbst Parfüm klauen.

Paula musste schlucken. Vielleicht tat sie dem Nikolaus ja Unrecht. Vielleicht hatte der einfach genau das gleiche Parfüm von seiner Frau geschenkt bekommen. Nee. Der Nikolaus hat doch keine Frau. Oder doch? Nicola? Nikolausine? Nein, ganz bestimmt nicht.

Und wenn er sich das Parfüm selbst gekauft hatte? Auch nicht. Auf gar keinen Fall. Der Nikolaus hielt doch nicht einfach mit seinem Rentierschlitten bei „Douglas“ und ließ sich neuste Duftkreationen vorführen. Und wenn, dann hätten das die Zeitungen garantiert berichtet: „Nikolaus kauft ‚Hero‘-Parfüm.“ Es musste eine andere Erklärung geben.

Bestimmt hatte der Nikolaus, als er bei ihnen angekommen war, nur mal schnell aufs Klo gemusst. Klar, nach der vielen Rumfliegerei in der Kälte. Dem ewigen Sitzen in Bärenfellen. Nach all den endlosen Ho-ho-hos und der Kaminkletterei … da hatte er in ihrem Bad das Parfüm gesehen und sich gedacht: „Ich möchte auch mal wie ein Held riechen. Nur einmal im Leben.“ Ja, so war das passiert.

Auf einmal tat Paula der Nikolaus leid. Unendlich leid. Dieser arme Mann. Immer unterwegs. Den ganzen Tag Geschenke verteilen. Keine Frau zu Hause. Kein Parfüm. Keine eigenen Kinder. Kein Wunder, dass er, dieses Vorbild an Anstand und Ordnung, in ihrem Bad die Nerven verloren hatte. Er war vor lauter Verzweiflung, vor lauter Sehnsucht nach Wohlgeruch über die Stränge geschlagen. Aber bestimmt nicht aus Bösartigkeit, sondern nur wegen der Umstände. Und wahrscheinlich hatte er auch eine schwere Kindheit gehabt.

Paula sprang auf, hörte ihre Mutter rufen „Wo willst du denn hin?“, aber da war sie schon in der Küche. Schnell holte sie aus der Werkzeugkiste neben der Spülmaschine den Hammer und rannte die Treppe hoch in ihr Zimmer.

Wo war es nur? Genau, da, auf dem Regal neben der Playmobil-Schloss. Das Sparschwein. Mit einem Schlag zertrümmerte Paula die Porzellan-Sau und klaubte die Münzen aus den Scherben. Das waren – eilig zählte sie – ungefähr 11 Euro 30. Bekam man dafür ein Parfüm? Einen Flakon „Hero“? Egal. Sie musste wieder runter, bevor der Nikolaus weiterfuhr.

Im Flur tönte es schon laut: „Ho-ho, ho-ho. Hast du deine Blockflöte geholt, um mir etwas vorzuspielen, kleine Paula?“

Paula schüttelte den Kopf. Biss sich auf die Lippen. Leise sagte sie: „Ich weiß, was du gemacht hast, lieber Nikolaus. Aber das ist nicht schlimm. Du warst halt auch mal nicht artig. Das kann jedem passieren.“

Flüsternd fügte sie hinzu: „Mach dir keine Sorgen. Ich sag es keinem. Also, dass du heimlich das neue, teure Parfüm von meinem Papa benutzt hast. Und die Adventszeit ist doch eine Zeit, wo man vergeben soll. Weil Gott bald auf die Erde kommt.“

Sie drückte dem Nikolaus die Münzen in die Hand: „Hier. Nimm. Mit dem Geld kannst du einen Engel losschicken, der dir das Gleiche kauft. Es heißt ‚Hero‘ und duftet wirklich ganz toll.“ Sie grinste. „Aber das weißt du ja schon. Und verrat es bitte nicht meinem Papa. Der hat nämlich gesagt: Mein Erspartes darf ich nur für was ganz, ganz Wichtiges ausgeben. Also nicht für Süßigkeiten oder Comic-Hefte oder so. Aber, es ist doch wichtig, dass der Nikolaus auch mal wie ein ‚Hero‘ riecht. Oder nicht? Nikolaus? Du weinst doch nicht etwa?“

Der Nikolaus nahm Paula in die Arme. Etwas zu fest, fand sie. Sie sollte sich doch nicht von fremden Männern in den Arm nehmen lassen. Obwohl: Das war ja der Nikolaus. Und er duftete so sehr nach Papa.

Bilder